Präzisions- O-Ring - Hochwertige Dichtungslösungen für jede Anwendung
Wir halten ein umfangreiches Lager mit rund 12'000 verschiedenen O-Ring-Dimensionen bereit, um eine schnelle Verfügbarkeit sicherzustellen. Unsere O-Ringe bestehen aus einer Vielzahl hochwertiger Werkstoffe, darunter EPDM, NBR, Silikon, Neopren, Viton® (FKM), , FFKM, PTFE sowie FEP-ummantelte O-Ringe, die sich durch ihre chemische Beständigkeit und Temperaturresistenz auszeichnen.
Zusätzlich bieten wir endlosvulkanisierte Rundschnurring-Dichtungen in höchster Qualität an – eine ideale Alternative für zahlreiche industrielle Anwendungen, insbesondere dort, wo massgeschneiderte Lösungen erforderlich sind.
Für Hochleistungsanforderungen führen wir zudem FFKM-O-Ringe, die durch ihre aussergewöhnliche chemische Beständigkeit und Hitzetoleranz überzeugen. Dank optimierter Prozesse gewährleisten wir für FFKM-Dichtungen kurze Lieferzeiten und besonders attraktive Preise.
Unsere O-Ringe finden Anwendung in verschiedenen Industrien, darunter Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik, Lebensmittelproduktion sowie chemische und pharmazeutische Prozesse. Mit unserer umfassenden Expertise und unserem breiten Produktsortiment bieten wir die passenden O-Ringe für jede Anforderung.
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Typische O-Ring-Fehlerarten
O-Ringe können aus verschiedenen Gründen versagen, etwa durch eine falsche Materialwahl oder eine Design-Inkompatibilität der O-Ring-Nut. Die genaue Analyse eines defekten O-Rings hilft, die Ursachen zu identifizieren und darauf basierend Verbesserungen vorzunehmen – entweder durch eine geeignete Materialanpassung oder eine Designoptimierung der Nut. Hier stellen wir die häufigsten Gründe für O-Ring-Fehler vor, zeigen Ursachen und erläutern mögliche Anpassungen, die künftige Ausfälle verhindern. Klicken Sie auf die einzelnen Fehlerarten, um mehr zu erfahren.
Abrieb
Erscheinungsbild:
Die Aussenfläche des O-Rings wirkt abgenutzt mit oberflächlichen Kratzern, tieferen Einschnitten oder sogar Brüchen an einigen Stellen.
Ursachen:
Abrieb tritt besonders in dynamischen Anwendungen auf, wo ständige Reibung zwischen Gehäuse und O-Ring-Oberfläche herrscht. Ein erhöhtes Abriebrisiko besteht, wenn der O-Ring während der Installation nicht ausreichend geschmiert wurde.
Vorbeugung:
Achten Sie auf eine ausreichende Schmierung des Dichtungssystems. Bei herzog dichtungen ag bieten wir spezielle O-Ring-Fette an, die die Abriebfestigkeit unterstützen.
Chemischer Abbau
Erscheinungsbild:
Der O-Ring kann durch chemische Einflüsse Risse, Flecken, Verfärbungen oder veränderte Härte aufweisen.
Ursachen:
Verschiedene Chemikalien wirken unterschiedlich auf O-Ring-Materialien ein. Dadurch kann das Material aushärten oder weicher und verformbar werden.
Vorbeugung:
Eine präzise Materialauswahl ist entscheidend, um chemische Beständigkeit in der Anwendung sicherzustellen. Bei hohen Temperaturen oder Druckeinwirkung beschleunigt sich der Abbauprozess. Mithilfe unseres interaktiven Tools zur chemischen Kompatibilität finden Sie schnell das geeignete O-Ring-Material für verschiedene Chemikalien.
Chemische Schwellung
Sichtbare Merkmale:
Der O-Ring zeigt Schwellungen oder Blasen, oft im gesamten Ring oder an spezifisch chemisch belasteten Bereichen. Er wirkt zudem grösser als ursprünglich.
Ursachen:
Schwellungen entstehen, wenn Chemikalien in das Material eindringen und das Volumen der Dichtung erhöhen, was die Festigkeit und Dichtfunktion beeinträchtigen kann.
Vorbeugung:
Verwenden Sie ein chemikalienbeständiges O-Ring-Material, das für die Anwendung geeignet ist.
Druckverformungsrest
Merkmale:
Der O-Ring passt sich vollständig an die Nut an und verliert seine runde Form, sodass er sich nicht mehr in seine ursprüngliche Querschnittsform zurückverformen kann.
Ursachen:
Hohe Temperaturen und Spannungen können die Elastizität des O-Rings vermindern, wodurch sich der Querschnitt von rund zu einem flachen Oval verformt. Eine zu enge Nut kann dies verschlimmern.
Vorbeugung:
Die Wahl eines härteren, temperaturbeständigeren O-Rings und das Überprüfen des Nut-Designs helfen, übermässigen Druck zu vermeiden. Stützringe können ebenfalls die Deformierung minimieren.
Installationsschäden
Merkmale:
Feine Kerben an den äusseren Flächen des O-Rings, die durch unsachgemässe Montage entstanden sind.
Ursachen:
Schäden können auftreten, wenn der O-Ring nicht ausreichend geschmiert ist oder in einer Anwendung mit scharfen Kanten montiert wird. Auch eine falsche Grösse – zu gross oder zu klein – führt oft zu Abrieb während der Montage.
Vorbeugung:
Scharfe Kanten abkleben kann Installationskerben verhindern. Global Herzog Dichtungen AG bietet passendes Schmierzubehör und Grössenanpassungen an, um den O-Ring fachgerecht zu montieren und Schäden zu vermeiden.
Extrusion
Merkmale:
Sichtbare, abgenagte oder ausgefranste Kanten an der Seite des O-Rings mit geringerem Druck.
Ursachen:
Unter hohem Druck wird der O-Ring in einen Spalt gedrückt. Druckstöße führen dazu, dass sich der Spalt öffnet und schließt, wodurch der O-Ring an der Passfläche eingeklemmt wird. Dies verursacht das Herausdrücken und Zerknittern der Niederdruckseite.
Vorbeugung:
Verwenden Sie O-Ringe mit höherem Härtegrad, etwa 90 statt 70 (häufig in Nitril oder Viton®). Stützringe können zusätzlich verhindern, dass der O-Ring durch Spaltspiel herausgedrückt wird.
Ausgasung
Merkmale:
Der O-Ring zeigt meist keine sichtbaren Veränderungen. In seltenen Fällen kann eine leichte Schrumpfung erkennbar sein.
Ursachen:
In Vakuumumgebungen können Moleküle aus dem O-Ring verdampfen, was die Vakuumleistung beeinträchtigen und Verunreinigungen verursachen kann.
Vorbeugung:
Die Wahl des passenden Materials ist entscheidend. Prüfen Sie die technischen Daten der O-Ring-Verbindungen, um Temperaturbereiche und geeignete Umgebungen zu ermitteln. Elastomere wie echtes Viton®, Silikon, PTFE und FFKM wurden speziell für minimierte Ausgasung entwickelt.
Schnelle Gasdekompression
Merkmale:
Der O-Ring weist Risse, Blasen und in schweren Fällen tiefe Schnitte oder vollständige Zersetzung auf der gesamten Oberfläche auf.
Ursachen:
Langfristiger Kontakt mit Gas bei hohem Druck und hohen Temperaturen führt zur Aufnahme und Einschliessung des Gases im O-Ring. Bei einem plötzlichen Druckabfall dehnt sich das eingeschlossene Gas aus und verursacht Risse und Blasenbildung.
Vorbeugung:
Verwenden Sie O-Ringe, die speziell für schnelle Gasdekompression (RGD) entwickelt wurden, verfügbar in Härtegraden wie Viton® 90 und 95.
Spiralförmiges Versagen
Erkennbar an:
Tiefen, diagonalen Schnitten entlang der Aussenfläche des O-Rings.
Ursachen:
Spiralspuren entstehen durch Verdrehen des O-Rings bei dynamischen Anwendungen oder bereits beim Einbau. Besonders bei hoher Reibung, unzureichender Schmierung oder unregelmässigen Oberflächen in der Anwendung kommt es häufig zu diesen Schäden.
Vorbeugung:
Ein O-Ring mit höherem Härtegrad kann das Verdrehen in der Anwendung verhindern. Alternativ bieten X-Ringe (Quad-Ringe) eine doppelte Dichtfläche und beugen dem spiralförmigen Versagen wirksam vor.
Thermischer Abbau
Erkennbar an:
Abgerundeten Rissen entlang der O-Ring-Oberfläche.
Ursachen:
Die Umgebungstemperatur hat den empfohlenen Temperaturbereich des O-Rings überschritten. Durch die hohe Hitze verliert der O-Ring an Elastizität und wird härter, was Risse im verhärteten Material begünstigt.
Vorbeugung:
Stellen Sie sicher, dass der Temperaturbereich des O-Ring-Materials zur Anwendung passt. Die Temperaturangaben und idealen Einsatzumgebungen lassen sich den Datenblättern der jeweiligen O-Ring-Verbindungen entnehmen, um vorzeitigem thermischen Abbau vorzubeugen.
Thermische Extrusion
Erkennbar an:
Abgenagten oder welligen Kanten an der O-Ring-Oberfläche und gelegentlicher Extrusion auf der Niederdruckseite bei hohem Umgebungsdruck.
Ursachen:
Temperaturen, die den Belastungsbereich des O-Rings überschreiten, können dazu führen, dass sich das Material verformt und in Zwischenräume gedrückt wird.
Vorbeugung:
Das Design der O-Ring-Nut sollte angepasst werden, um unnötige Kompression zu vermeiden, insbesondere bei hohen Temperaturen. Überprüfen Sie die Temperaturbereiche und Einsatzumgebungen in den technischen Datenblättern der Materialien, um thermische Extrusion zu verhindern.
UV-Abbau
Erkennbar an:
Verfärbungen entlang der O-Ring-Oberfläche, die bei längerer UV-Einwirkung zu Rissen und Brüchen führen können.
Ursachen:
UV-Licht mit seiner intensiven Energie kann die Molekülstruktur des O-Rings verändern. Anhaltende Einwirkung schwächt das Material und kann Dichtheitsprobleme verursachen.
Vorbeugung:
Wählen Sie UV-beständige Materialien wie schwarze EPDM- oder Viton®-O-Ringe, um Schäden durch Sonneneinstrahlung zu minimieren und die Lebensdauer der Dichtung zu verlängern.
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